Ist die private Krankenversicherung wirklich zu teuer?

Als Privatpatient muss man sich oft mit vielen Vorurteilen herumschlagen. Angeblich ist man im Wartezimmer immer der Erste, der aufgerufen wird, außerdem würde man sich dem Solidarprinzip entziehen und immer bevorzugt werden. Zudem seien die Beiträge viel zu teuer und würden mit der Zeit immens ansteigen. Doch wie sieht es wirklich mit den Beiträgen aus?
 

Selbständige können sich nicht einfach gesetzlich versichern lassen
 

Wer als Selbstständiger seine Arbeit verrichtet, kann sich entweder privat versichern oder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Doch was heißt eigentlich freiwillig gesetzlich versichert? Dies bedeutet definitiv nicht dieselben günstigen Beiträge, wie ein Angestellter zu zahlen und genau dies ist der springende Punkt. Als Selbstständiger zahlt man immer den doppelten Beitrag, und zwar den Arbeitgeberanteil plus Arbeitnehmeranteil, hinzu kommt auch noch der Zusatzbeitrag, welcher alleine getragen werden muss. Die gesetzliche Pflegeversicherung muss ebenfalls komplett aus eigener Tasche bezahlt werden. Genau dies macht den freiwilligen Verbleib in der gesetzlichen Versicherung so teuer. Bei einem monatlichen Gewinn von 3000 € müssen fast 550 € im Monat an Beiträgen gezahlt werden.
 

Ist die private Krankenversicherung wirklich zu teuer?

Ist die private Krankenversicherung nun günstiger?
 

Dies lässt sich nicht pauschal sagen. Der Basistarif ist gerade zu Beginn günstiger als die freiwillige gesetzliche Versicherung. Die Beiträge bemessen sich nicht am Einkommen, sondern am individuellen Risiko. Wer besonders wenig Umsätze erzielt ist in der gesetzlichen Versicherung jedoch oft besser dran, weil dann oft nur der Mindestbeitrag von rund 190 € im Monat gezahlt werden muss. Die private Krankenversicherung lohnt sich vor allem bei stetig steigenden Einnahmen, weil dann die Beiträge nicht permanent angepasst werden. Welche der beiden Versicherungsarten am Ende günstiger ist lässt sich niemals pauschal beurteilen und hängt immer von der versicherten Person ab.
 

Autor: Tim Putbrese, 25.08.2020

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