Die Riester-Rente – welche Anlageform kommt in Frage?

Riester Rente Anlageformen

Auf privater Ebene existieren verschiedene Anlagemöglichkeiten, um die staatlich geförderte Riester-Rente in Anspruch zu nehmen. Neben der Möglichkeit einer privaten Rentenversicherung kann in einen Fondssparplan eingezahlt oder der staatliche Zuschuss über das Bausparen genutzt werden. Jede der verschiedenen Anlagevarianten bietet seine eigenen Vor- und Nachteile.
 

Fondsgebundene Rentenversicherung
 

Hier zahlt man den errechneten Beitrag in eine klassische Rentenversicherung ein, bei welcher die Versicherungsgesellschaft im Zuge einer Hochrechnung eine garantierte Rente angibt. Davon kann die tatsächliche Rente nach oben hin abweichen. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Entwicklung der Fonds, in die investiert werden. Die Versicherungsgesellschaft kümmert sich darum, dass unter der Annahme von jährlich gleichbleibenden Beiträgen jedoch eine garantierte Rente ausbezahlt wird. Diese ist dann bei Auszahlung zu Rentenbeginn einkommensteuerpflichtig.
 

Anlage in einen Fondssparplan
 

Legt man seinen Beitrag in einen monatlichen Fondssparplan an, so sichert man sich die Möglichkeit auf hohe Renditechancen. Meist existiert ein Konzept mit einer guten Mischung aus risikoreichen und risikoarmen Fonds. Oft wird zu Beginn bei jungen Anlegern in Aktienfonds investiert und sich somit eine große Chance auf mehr Rendite gesichert. Im Laufe der Jahre und mit immer kürzerem Abstand zum Rentenbeginn wird in risikoärmere Fonds wie Renten- oder Geldmarktfonds umgeschichtet. So werden erwirtschaftete Gewinne abgesichert. Die Anlage in einen Fondssparplan eignet sich für jeden, der bereit ist für einen höhere Rendite ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Die Versteuerung erfolgt zum Rentenbeginn mit der Auszahlung der monatlichen Rente.
 

Der Bausparvertrag
 

Hier wird die Möglichkeit genutzt, staatliche Zulagen direkt in die Tilgung einer Immobilienfinanzierung fließen zu lassen. Ein Bausparvertrag teilt sich in eine Anspar- und Darlehensphase. Somit führen staatliche Zulagen zu einem schnelleren Ansparen, wobei die Zuteilungsreife früher erfolgt. Zum Anderen wirkt sich diese in der Darlehensphase laufzeitverkürzend aus. Infolge dessen ist die eigene Immobilie damit schneller abgezahlt. Als Nachteil stellt sich hier das sogenannte Wohnförderkonto da, welches beim Finanzamt geführt wird. Dieses wird bis zum Rentenbeginn vorgehalten und der Förderberechtigte muss hier eine nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter vornehmen.
 

Fazit
 

Welche Anlage sich für den jeweiligen Anleger am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Oft spielen dabei die Einkommensverhältnisse eine entscheidende Rolle. Bleibt beispielsweise nach einer Immobilienfinanzierung noch Geld übrig, um die Beiträge für die Altersvorsorge in einen Fondssparplan einzuzahlen, so sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Die Chance auf eine höhere Rendite der eingezahlten Beiträge plus gezahlten Zulagen kann sehr interessant sein. Hat man dagegen im Sinn, das finanzierte Eigenheim schnellstmöglich zurück zu zahlen, ist ein Bausparvertrag die erste Wahl. Möchte man weder das Risiko Fondssparplan eingehen, noch eine selbstgenutzte Immobilie finanzieren und sich auf der sicheren Seite bezüglich einer Rentengarantie wägen, so bleibt als Alternative die Rentenversicherung übrig. 

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/19587/

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