Alternativen zu den klassischen Stränden in Vietnam

Strände in Vietnam



Vietnam war bislang das klassische Fernreiseziel für Kultursuchende. Das hat sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes jedoch verschoben. Die Erschließung von Stränden ermöglicht es Urlaubern nun auch, einen angenehmen Badeurlaub zu verbringen.

Obwohl viele dieser Strände immer noch absolute Geheimtipps sind, finden sich jährlich bereits mehrere zehntausende von Sonnenanbetern im Zentrum und Süden Vietnams ein, um zu schwimmen, sich zu sonnen oder einfach die warme Brise zu genießen. Die Strände sind gut und auch sauber, die Infrastruktur entwickelt sich und neben allen Aktivitäten rund ums Meer können Urlauber auch viele weitere Sehenswürdigkeiten besuchen oder Shoppen gehen. Überlaufen sind die Strände nicht. Nur während der Hochsaison kann es in Hoi An und Mui Ne schon ein wenig enger werden. Im Vergleich zu den thailändischen, ägyptischen oder europäischen Ferienzielen, ist hier aber immer noch sehr viel Ruhe vorhanden.

Viele Urlauber suchen aber dennoch nach Alternativen. Vielleicht ist es nicht das erste Mal in Vietnam oder die gut erschlossenen Ferienanlagen Da Nangs, Nha Trangs und Phan Thiets sagen einem nicht zu. Es gibt aber Alternativen:

Vietnams Inselwelt.

Alternativen zu den klassischen Stränden in Vietnam

Phu Quoc, in der Provinz Kien Giang vor der Küste des Mekongdeltas gelegen, ist die größte Insel Vietnams. Einst eine tropische Schönheit, wird auch sie von der Modernisierung nicht verschont. Früher führte eine staubige Piste zu den im Inneren gelegenen Wasserfällen. Keine Chance, dass hier ein Auto oder Sprinter vorbeikam. Heute führt eine moderne, mehrspurige Straße hin und Reisebusse bringen täglich hunderte von Urlaubern zu den terrassierten Wasserspielen. Phu Quoc ist dennoch das Reiseziel für den vietnamesischen Badeurlaub. Denn die Strände der Insel sind nahezu perfekt und brauchen Vergleiche mit Mallorca und Thailand nicht zu scheuen. Wer Ruhe und Besinnlichkeit sucht, findet sie auf Phu Quoc. Die Modernisierung bringt auch etwas anderes mit sich: eine Verbesserung des Service. Die Infrastruktur macht es heute möglich, vieles zu importieren. Gute Restaurants, Bars und Transportmöglichkeiten lassen den Urlaub stressfrei werden. Phu Quoc hat gegenüber den anderen Urlaubsregionen Vietnams noch einen weiteren Vorteil: Man kann hier ganzjährig baden. In Zentralvietnam macht die Flutsaison ab September/Oktober das Schwimmen im Meer nahezu unmöglich. Wer einen einfachen, aber erholsamen Strandurlaub in Vietnam sucht, ist – trotz der oben genannten Veränderungen – hier bestens aufgehoben.

Die anderen kleinen Inseln, von denen Sie hier lesen, sind zwar durchaus auch für Vietnamneulinge erreichbar, aber besitzen meist höhere Anfahrtswege und nur eine geringe Entwicklung in der Infrastruktur. Sie sind zwar ruhig, aber haben kaum, wenn oftmals gar keine, Sehenswürdigkeiten und Alternativen zu Meeresaktivitäten. Wer es minimalistisch-ruhig, fast schon meditativ liebt, dürfte da aber auf seine Kosten kommen.

Als Alternativen zu Phu Quoc bieten sich die kleinen Inseln vor der Küste der Provinz Kien Giang an. Zu den beliebtesten gehört Nam Du, das von Rach Gia aus mit der Fähre in knapp 1,5 Stunden erreicht wird. Der Strand ist weiß, von kleinen Palmengärten umsäumt und das Wasser türkis. Man vergisst, dass man nicht im Pazifik auf einem Korallenarchipel ist. Alternativen zum Strand gibt es allerdings keine. Nam Du ist klein und nahezu unbewohnt. Abends können Urlauber frischen Fisch, Tintenfisch und andere Meeresfrüchte von den heimkehrenden Fischern erwerben und direkt zubereiten lassen. Die Anreise ist nur per Fähre möglich.

Noch kleinere Inselchen finden sich vor Ha Tien, einer Stadt nördlich von Rach Gia, direkt an der kambodschanischen Grenze. Viele dieser Inseln werden per Fähre angefahren. Oftmals können Urlauber aber nur den Tag dort verbringen, denn Hotels oder Hostels existieren noch nicht. Die Strände ähneln denen Phu Quocs und Nam Dus. Kleine Inseln wie Hon Tre und Hon Son sind beliebte Ausflugsziele geworden und laden neben dem Schwimmen auch zum Wandern und Erkunden mit dem Moped ein. Hier braucht niemand sich vor Mopedfahren zu scheuen, denn Verkehr gibt es so gut wie überhaupt nicht.

Con Dao ist eine echte Alternative zu allen anderen, denn die Insel wurde in den letzten Jahren erschlossen. Sie liegt südlich von Vietnam und kann per Flugzeug, Fähre und Schnellboot erreicht werden. Hotels, Restaurants und Bars bieten ein angenehmes Klima für Strandurlauber. Früher war die Insel eine Gefängnisinsel der Franzosen, doch das Image hat sich sehr gewandelt. Die Strände sind sauber und weiß, das Meer klar und ruhig. Con Dao wird selten von Taifunen heimgesucht und bietet deswegen eine gute Alternative in der zweiten Jahreshälfte.

Inseln wie Cu Lao Cham vor der Küste Hoi Ans oder Hon Tam und Hon Mun vor Nha Trang sind leider heute genauso gut besucht, wie die Küstenorte, die ihnen gegenüber liegen. In Nha Trang verbindet eine Gondelbahn die Inseln mit dem Festland und auch Boote bringen regelmäßig Urlauber hinüber. Obwohl die Strände schön sind und man hier auch schnorcheln und tauchen kann, wird sich den Strand mit anderen teilen müssen. Zwar liegt man nicht Schulter an Schulter, aber es herrscht ein ständiger Strom an kommenden und gehenden Badeurlaubern.

Aber es gibt noch eine Insel, die wirklich geheim ist. Sie liegt vor der Küste von Quang Ngai in Zentralvietnam. Quang Ngai lässt sich per Zug oder besser Bus von Da Nang oder Nha Trang aus erreichen (Fahrt circa 2-3 Stunden). Es gibt auch einen Flughafen. Quang Ngai selber ist eine typische kleine Stadt, die selber schon recht wenig Tourismus besitzt. Deswegen ist Ly Son, eine kleine Insel vor der Küste, absolut unerschlossen. Ly Son war einst militärisches Sperrgebiet und deswegen selbst für Vietnamesen tabu. Heute jedoch ist die Insel offen und kann (nur) per Fähre erreicht werden. Die Insel bietet einige architektonische Sehenswürdigkeiten und Pagoden, wahnsinnig saubere und leere Strände und viel Grün auf ihren Bergen, ehemaligen Vulkanen. Man hat hier einen wunderschönen Ausblick auf das Meer. Die frische Brise macht auch den sonnigsten Tag erfrischend und das Essen ist absolut authentisch und schmackhaft. Ly Son ist noch nicht sehr entwickelt, aber es gibt einige kleine Hostels. Luxusservice wie in einem 5-Sterne-Hotel kann hier nicht erwartet werden. Die Menschen sind bodenständig, aber gastfreundlich und hilfsbereit. Sie freuen sich, wenn Menschen Interesse an ihrem Alltag zeigen und werden versuchen, alle Wünsche zu erfüllen, so es ihnen möglich ist.

Alle Inseln können ganzjährig bereist werden. Phu Quoc und Con Dao sind mittlerweile Bestandteil von Reiserouten in Vietnam und die kleinen Inseln wie Cu Lao Cham, Hon Mun und Hon Tam sind bestens erreichbar. Nam Du, Hon Tre und Hon Son sind nicht einfach zu erreichen, brauchen deswegen ein wenig Vorbereitung. Wer dorthin will, muss zuerst Rach Gia bzw. Ha Tien anfahren und dann per Fähre oder Boot weiterfahren. Auch Ly Son kann nur per Fähre erreicht werden. Am besten empfiehlt es sich, das Hotelpersonal vor Ort direkt mit in die Planungen einzubeziehen, die dann alles weitere erledigen können.

Trotz des Aufwands Lohnt es sich ungemein, auch diese tropische Seite Vietnams zu erkunden. Der Service ist eingeschränkt, aber überall gastfreundlich und hilfsbereit. Auf den Inseln scheint die Zeit noch still zu stehen und die Hektik, wie sie in Hanoi oder Saigon zu spüren ist, ist hier noch gänzlich unbekannt. Wer sich die Mühe macht, wird einen absolut entspannenden und herrlichen Badeurlaub hier verbringen, der das ganze Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Ach, und zum Schluss: Alle genannten Ziele eignen sich für Individualreisende, Backpacker, Paare, aber auch für Familien und Gruppen.

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Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/9666/

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